norm – I am what You want

Ein Businessmodell an der Grenze zum Critical Design. Ein Projekt von Sylvana Dettmann, Lorenz Troll, Philipp Stern und Mona Neubauer

Mit dem Design von norm, einem Ganzkörperanzug, auf welchem beliebig Widgets installiert werden können, lassen wir die Identität verschwinden. Die Firma norm bewirbt ihr Produkt, dass jeder Benutzer ihre, respektiv seine Identität selbst wählen kann. Der Körper wird zur Projektionsfläche und zum Device. Der Anzug dient als Interface und fungiert als Schnittstelle zur digitalen Umgebung. das reale Selbst wird zugunsten des virtuellen Selbst aufgegeben. Wir wählten für den Auftritt sowie für das Businessmodel von norm ein an Apple angelehntes Design. Ein Standard, als Basis – auf welchem die virtuelle Individualität aufgebaut werden kann. Mit dem Screendesgin möchten wir eine dystopische Zukunftsvision einführen. norm präsentiert sich apple-esk auf ihrer Webseite, mit Nutzungsbestimmungen angelehnt an diejenigen von Facebook und Google. Parallel zur polierten Welt von norm, bilden sich Gruppierungen, die den Anzug für Zwecke nutzen, wie sie nicht von norm geplant wurden. Mit dem Design von norm möchten wir folgende Fragen aufwerfen:

- Wer bestimmt was die norm ist?
- Wieso gibt es ein gesellschaftliches Streben nach der norm?
- Wieso sollte man Individualität basierend auf einer norm wollen?
- Woher entsteht dieses Bedürfnis?